Das Thema Terrassenplanung beschäftigt uns ja aufgrund der unzähligen Möglichkeiten schon etwas länger. Eine ganz entscheidene Sache stand aber von vorne herein fest: Wir wollen eine Holzterrasse
Für uns als Laien war klar das eine Holzterrasse gleich eine Holzterrasse ist - logisch. Nach der ersten Recherche im Internet wussten wir, dass wir komplett daneben lagen. Holzterrasse ist nicht gleich Holzterrasse, denn Holz ist nicht gleich Holz, bzw. Holz kann auch gar kein Holz sein obwohl es wie Holz aussieht :-)
Aber von vorne: Unser erste Interesse galt dem klassischen "Bangkirai", also echtem Holz welches rein optisch in verschieden Farben verfügbar ist und schick aussieht. Nachteil ist allerdings, dass man sich barfuss Splitter in den Fuss jagen kann, was nicht so toll ist. Des weiteren muss Bangkirai jährlich mit Hartholzöl behandelt werden (sonst vergraut es schnell) - und für zwei Handwerkslegastheniker wie uns ist das nix :-) Zudem wird Bangkirai aus Tropenholz gewonnen was wir auch nicht unbedingt ideal finden.
Eckdaten Bangkirai:
+ sehr schick
+ bezahlbar
+ Pilz-, Insekten- und Termitenbeständig
- splitteranfällig
- pflegebedürftig
- Tropenholz
Eine weitere Option wäre WPC, was soviel wie Wood-Plastic-Composite bedeutet. Also Material, welches so aussieht wie Holz, aber tatsächlich Plastik ist. Auch hier ist das Angebot gross, von billig bis teuer, von hässlich bis schick alles vertreten.
Eckdaten WPC:
+ unempflindlich da Kunsstoff
+ kein Pflegebedarf
+ bezahlbar
- Kann sich im Sommer extrem aufhitzen
- sieht (je nach Farbe) nach Plastik aus
- kann durch UV-Licht, Feuchte und Pilzebefall beschädigt werden
- gewöhnungsbdürftige Haptik
Dann gibt es noch andere t.w. auch abenteuerliche Varianten von Materialarten, welche aber für uns nicht in Frage kommen würden. Allerdings haben wir bei unserer Recherche immer wieder den Namen "Resysta - The better Wood" gelesen. Das bessere Holz? Das ist ja fast so wie bei Bully und Franz Beckenbauer - Bully kann in meinen Augen nämlich den Franz wesentlich besser imitieren als das Original sich selbst darstellt ;-)... Aber zurück zum Thema: Resysta
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| Dani beim Resysta-Materialcheck |
Das erste was uns an dem "Wundermaterial", welches übrigens sämtliche Öko- uind Designpreise im letzten Jahr gewonnen hat, aufgefallen ist: Es ist beidseitig verlegbar! Die Resysta Diele ist auf der einen Seite glatt geschliffen und auf der anderen Seite geriffelt. Wenn man sich also die Dielen nach 10 Jahren satt gesehen hat, kann man diese einfach drehen und hat ein komplett neues Holzdeck!
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| Ein Material - zwei Seiten |
Unsere Materialproben fühlten sich jedenfalls beidseitig sensationell an - aber was ist das denn nun für ein Material? Resysta besteht zu 60% aus Reishülsen, zu 22% aus Steinsalzen und zu 18% aus Mineralöl... Das ist also nun das "bessere" Holz :-) Hinsichtlich Farben gibt es auch eine große Auswahl, und die Eigenschaften hören sich allesamt sehr gut an... bis auf eine klitzekleine Ausnahme (quasi den "Klassiker"):
Eckdaten Resysta:
+ kein Pflegebedarf
+ wetter- und wasserfest
+ formstabil
+ keine Splitter- oder Rissbildung
+ hohe Rutschfestigkeit
+ beidseitg nutzbar
+ kein Insekten- oder Pilzbefall
+ unverottbar
+ extrem schick
+ tolle Haptik
+ 15 Jahre Herstellergarantie
- sehr sehr teuer :-(
Es ist also wie immer: Das was am meisten gefällt ist auch am teuersten...
So haben wir für uns einfach mal alle Argumente in eine Waagschale geworfen, pro und contra gegenübergestellt und etwas gerechnet. Neben den ganzen Materialvorteilen von Resysta kommt da natürlich noch hinzu, dass wir aufgrund der Haltbarkeit mindestens 15-20 Jahre Spaß an diesen Dielen haben werden - bei Bangkirai oder WPC kann das anders aussehen...
Heute haben wir uns aufgerafft und eine Entscheidung getroffen: Wir nehmen Resysta
Als kleinen Kompromiss verkleinern wir unsere geplante Holzterrasse etwas um so noch ein erträgliches Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erlangen. Die Dielen unter der geplanten "Feuerstelle" werden wegfallen und wohl durch Rasen ersetzt (rechts im Bild).
Wenn alles klappt ist der komplette Garten samt Terrasse dann pünktlich zum Einzug fertig. Herrlich :-)
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| Unser Traumgarten :-) |
Die Holzalternative "Resysta" wurde in einer Pro7 Galileo Reportage getestet, hier der Link zur Sendung:
http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/31065-holzalternative-resysta-1.2015945/
Weitere Infos zu Resysta mit unzähligen Anwendungsmöglichkeiten gibt es hier:
http://www.resysta.de/flash/de/geschichte/resysta_geschichte.html